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Paul
Young wurde am 17. Juni 1947 in Benchill, Wythenshawe, Manchester geboren. Schon
früh interessierte er sich für Musik und sang bereits mit fünf Jahren im örtlichen
Kirchenchor. Als Teenager, während er noch auf die Ducie High School , Moss
Side, ging, gründete er seine erste Band
"Johnny Dark & Midnights", und
– wie die meisten Skiffle Bands zu dieser Zeit – war das Equipment der Band
recht einfach. 1963 änderte er das Image der Band, benannte sie in
"Paul Fender & Teenbeats",
um, aus denen dann später "Paul
Fender & The Tigers" wurde,
und er begann in den örtlichen Clubs eine Mischung aus Blues und Rock 'n' Roll
zu spielen. Dort wurde sein Talent von Frank Renshaw entdeckt, dem Leadgitarristen
von "The
Toggery Five".
Paul Young
"1964, nachdem wir in
einem Talentschuppen in Sharston, Wythenshawe, Manchester gespielt hatten, kamen
Frank Renshaw und Graham Smith auf mich zu. Sie sollten in einer Fernsehshow
namens "Ready, Steady-Win!" auftreten
und brauchten noch einen Sänger. Die Toggery Five schienen erfolgreich zu sein
und sahen auch so aus, selten sah man sie in denselben Klamotten, was letztendlich
nicht überraschend war, wurden sie doch von einem Typen unterstützt, dem eine
Boutique gehörte, die immer den letzten Schrei in Sachen Herrenmode verkaufte.
Selbst die Beatles und die Rolling Stones kauften ihre Sachen dort! Deshalb
sprang ich direkt darauf an, als sie mir die Bühnenklamotten des Ex-Sängers
anboten.
Die "Toggery Five" wurden
1963 gegründete. Paul Young ersetzte den ursprünglichen Sänger Bob Smith 1964,"nicht
Mike
Rabin" von "Mike
Rabin and the Demons Fame", wie
in vielen Musiklexika fälschlicherweise geschrieben wird! Die Band hatte ihren
Namen von der berühmten Boutique "The Toggery" in Mersey Square, Stockport,
Cheshire, der Antwort des Norden Englands auf die Londoner Carnaby Street. Die
Boutique gehörte dem Manager der Band, Michael Cohen, von Kennedy Artistes Ltd.,
der auch "The
Hollies" managte.
Ihre
erste Aufnahme, aufgenommen am 22. Juni 1964, sicherte ihnen einen Plattenvertrag
bei EMI/Parlaphone; es handelte sich um ein umstrittenes Stück namens "I'm
Gonna Jump", geschrieben von Frank Renshaw. Die Platte wurde im November
veröffentlicht – zwei Tage nach ihrem Auftritt in der Granada-Show
"Ready, Steady-Win!" Bei
dem Wettbewerb kämpften sechs bisher noch unentdeckte Bands um den ersten Preis
(eine Ausrüstung im Wert von £1000 sowie einen Plattenvertrag bei Decca),
den zweiten Preis (ein £750 teuerer Transporter) und den dritte Preis (Kleider
im Wert von £250). In der Jury saßen keine Geringeren als Brian Epstein, der
Manager der "Beatles"
"Brian Epstein, Bill Haley von den
"Comets", der Radio-DJ Brian Matthew und Brian Jones von den
"Rolling Stones". Teilnehmer waren die
"Bo Street Runners",
"The
Thyrds", das "Harbour Lights Trio", "Jimmy
Royal & The Hawks", "The
Olympics" – und "The Toggery
Five".
Frank Renshaw
"Da der erste Preis ein Plattenvertrag bei Decca war, konnten sie
uns nicht gewinnen lassen; obwohl die Leute vom Fernsehen darüber sauer waren,
wurden wir nur Zweite. Obwohl das für uns gar nicht so übel war, denn unser
Bus war gerade kaputt und wir brauchten einen neuen. Brian Jones von den Stones,
der mit in der Jury saß, gab uns in jeder Runde die höchste Punktzahl".
Alan Doyle, der nach "Ready, Steady – Win!" zu den Toggery Five stieß,
erzählt eine interessante Geschichte im Hinblick auf das Ergebnis des Wettbewerbs
in Olaf Owre's, " I'd Much Rather
Be With The Togs " (The Toggery Five Story).
Alan Doyle
Ich
traf Brian Epstein in Torremolinos in Spanien 1967, als ich dort mit der "Derek
Joys Show Band" und einer spanischen Sängerin, die Carina hieß, arbeitete.
Epstein sagte mir, er hätte dafür gestimmt, dass die Toggery Five den Wettbewerb
gewinnen sollten, und sie hätten auch gewonnen, wäre der erste Preis nicht £1000
für eine Ausrüstung und ein Plattenvertrag bei Decca gewesen. Da die Toggery
Five aber damals schon bei EMI/Parlaphone unterschrieben hatten, während der
Wettbewerb lief, konnten sie das Finale einfach nicht gewinnen, obwohl sie von
Anfang an jede Vorausscheidung gewonnen hatten. Es wurde versucht, alles zu
vertuschen, und endete damit, dass die Band den zweiten Preis zugesprochen bekam.
Natürlich wurde nie bewiesen, dass die Plattenfirma ihre Finger im Spiel hatte,
aber Brian Epstein konnte das damals nicht verstehen und war sehr enttäuscht.
Von
der BBC auf den Index gesetzt
Ihre erste Platte hieß "I'm Gonna Jump", wurde in den Abbey
Road Studios aufgenommen und am 18. September 1964 veröffentlicht. Es
handelte sich um ein umstrittenes Stück über einen Jungen, der ins Wasser springen
will, weil seine Freundin ihn verlassen hat. Die B-Seite war ein Titel namens
"Bye, Bye, Bird", geschrieben von den Blues-Musikern Sonny Boy Williams
und Willie Dixon. Das Stück wurde auch von den Moody Blues auf ihrem ersten
Album gecovert, das 1965 herauskam. Die Platte verkaufte sich ganz gut, wurde
aber kein Hit – wahrscheinlich aufgrund der Tatsache, dass es hier um einen
drohenden Selbstmord ging und die BBC die Platte deshalb auf ihren Index gesetzt
hatte. In den Staaten erging es der Platte nicht besser; dort wurde sie bei
Tower veröffentlicht, einem Label, das auch andere Bands aus Manchester in den
USA herausbrachte, wie etwa
"Freddie
& The Dreamers", "The
Four Just Men" oder "Mike Rabin & The Demons". die zuvor
schon erwähnt worden waren. Gegen Ende des Jahres 1964 verließ Keith Meredith
die Band und seine Pflichten an der Rhythmusgitarre übernahm Alan Doyle.
Der Auftritt der "Toggery Five" in "Ready, Steady – Win!" und die Veröffentlichung ihrer Debüt-Single verhalfen der Gruppe zu beträchtlicher Publicity in Presse und im Fernsehen. Im Anschluss daran veröffentlichte die Band ihre zweite Single "I'd much rather be with the boys" (geschrieben von Keith Richards und Andrew Oldham) am 26. Februar 1965, tourten mit "Marianne Faithfull", "The Four Pennies", " Freddie & The Dreamers", und den "Hollies", und traten in "Ready, Steady, Go", "Scene At 6,30 ", der "Jimmy Savile Show", und "Disc A-Go-Go" auf. Aber trotz des Interesses der Medien und trotz der Verbindung zu den Rolling Stones gelang der Band mit der Single nicht der kommerzielle Durchbruch, den sie benötigte.
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1964 Tournee durch Großbritanien (präsentiert von Kennedy Street Enterprises Ltd. In Zusammenarbeit mit Tito Burns). |
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Nachdem es den Toggery Five mit den ersten beiden Singles nicht gelungen war, den heiß ersehnten Platz in den Charts zu ergattern, den sie so dringend benötigten, sollten sie von Kennedy Enterprises Ltd. Aus den Titel "I'm Alive" von Clint Ballard jr. als nächste Single aufnehmen. Der Titel war ursprünglich einmal für Gene Pitney geschrieben worden, der ihn aber genauso abgelehnt hatte wie Wayne Fontana, bevor er den Toggery Five in die Hände fiel. Frank Renshaw erinnert sich daran, was 1965 geschah.
Frank Renshaw
"Wayne Fontana gab uns den Song "I'm Alive" und meinte, er wäre
nicht sein Stil. Wir dagegen mochten ihn sehr, buchten die Abbey Road Studios
und nahmen ihn mit dem Produzenten Ron Richards auf. Dann hörten die Hollies
ihn und klauten ihn uns einfach! Er wurde ihre erste Nummer eins in England.
Ich bin sicher, das wäre der Durchbruch für die Toggery Five gewesen, denn es
war ein wirklich guter Titel, und ich glaube, unsere Version war bei weitem
besser. Er muss noch irgendwo in den Archiven der EMI liegen. Ich erinnere mich
an den Tag, an dem wir ihn aufnahmen, die Beatles waren gerade dabei im Nachbarstudio
"Anytime at all" abzumischen. Dieser Titel ist neben dem kaum bekannten
"Yes it is" einer meiner Lieblingssongs der Beatles."
Alan Doyle erinnert sich auf ähnliche Weise.
Alan Doyle
"Die Hollies hörten unsere Version und nahmen sie schnell
selbst auf. Sie bekamen einen Erscheinungstermin zwei Wochen vor unserem und
verhinderten so, dass unsere Version veröffentlicht wurde. Unser Manager dachte,
dass die Hollies den Song haben sollten, weil sie bereits einigen Erfolg in
den Hitparaden hatten und ihn haben wollten. Zusammen mit Ron Richards drehte
er uns auf diese Weise den Saft ab. Nach all der Arbeit, die wir hineingesteckt
hatten, war es ein schmutziger Trick, ihn den Hollies zu geben. Damals tat es
ganz schön weh, als sie damit Platz 1 erreichten".
Um
die Jungs der Toggery Five zu besänftigen, boten ihnen die Hollies ein Stück
an, das "Graham
Gouldman", speziell für sie geschrieben hatte – "Going Away". "Going
Away" war ein guter Song, aber er schlug trotzdem nicht so ein wie manch andere
Komposition von Graham Gouldman aus den Sechzigern, und er konnte nicht für
"I'm Alive" entschädigen. Nichtsdestotrotz machten die Toggery Five
das Beste daraus, als sie ihn in den Abbey Road Studios aufnahmen. Es war eine
Uptempo-Nummer, mit einer guten Liedstimme von Paul Young und dichtem Harmoniegesang
den ganzen Titel hindurch."
Frank Renshaw
"Ich hatte schon vergessen, dass es "Going Away" mal gegeben
hat, aber vor einer Weile fand ich eine Vinylplatte davon auf dem Dachboden
– eine Version, aufgenommen von den Hollies. Ich dachte, es wäre einer ihrer
eigenen Songs, aber vielleicht war er nur von Graham Gouldman für sie geschrieben
worden, der ihn dann wieder uns gab."
Die Versionen von "I'm Alive" und "Going Away" der Toggery Five wurden nie veröffentlicht und liegen wahrscheinlich irgendwo in den Archiven der EMI oder der Abbey Road Studios.
Paul Young's Toggery
Enttäuscht darüber, wie die Dinge sich entwickelt hatten, verließ Frank
Renshaw die Band im Oktober, um sich der neuen Gruppe von
"Wayne
Fontana's",
"The Opposition". anzuschließen. In Folge von Renshaws Weggang gab es
viele Umbesetzungen innerhalb der Band. Als Erster kam der Baritonsaxophonist
Stan Thomas aus der Neil Christians Begleitband
"The
Crusaders" hinzu, die aus Luton kamen. Er blieb aber nicht lange
und zu Beginn des Jahres 1964 ging auch der ursprüngliche Bassist Kenneth Mills.
Auf drei Leute geschrumpft, machte sich Paul Young daran, neue Musiker zu engagieren
und der Band ein neues Image zu geben; er benannte sie in "Paul Young's
Soul Band" um, aus der dann später "Paul
Young's Toggery" wurde.
Noch einmal wandte sich Paul an die "Crusaders" und rekrutierte
Dave Cakebread am Bass und Bernie Hetherington am Saxophon. Pauls Freund aus
Jamaica, der Percussionist Kenneth Taylor (unter seinen
Freunden auch bekannt als "Jacob McNab" oder "Archie")
kam auch noch hinzu.
Alan Doyle war nicht begeistert von der neuen musikalischen Richtung, die die Band einschlug – eine Mischung aus Jazz, Blues und Soul – und verließ sie, bald gefolgt von dem ursprünglichen Drummer Graham Smith und Archie. Noch mehr Musiker, die zuvor bei Neil Christians "Crusaders" gespielt hatten, wurden angeheuert. Von den "Yenson´s Trolls" kam "Mick Abrahams" an der Leadgitarrre, Clive Bunker an den Drums und Graham Waller an den Keyboards. Abrahams hatte zuvor bei den "Hustlers" gespielt, aus denen 1965 Neil Christians neue "Crusaders" wurden, kurz nachdem Christian seine Band (inklusive Ritchie Blackmore) an "Lord Sutch & The Savages" verloren hatte. Clive Bunkers Zeit mit der Band war aber ziemlich kurz, und so folgte ihm im Spätherbst 1966 Tony McDonald; zur gleichen Zeit etwa stieß der Altsaxophonist John Dickinson zu der Band. Zweifellos war das eine viel versprechende neue Besetzung mit ein paar exzellenten Musikern und einem neuen und interessanten Sound.
Nach einem kurzen Gastspiel im Haus der Musik in Wuppertal (Deutschland) kehrte "Paul Young's Toggery Mitte Januar 1967 nach England zurück und ging dort fast gleich wieder auf Tournee.
Wird fortgesetzt.
Un agradecimento especial a Olaf Owre por proporcionar detallada informacion sobre "The Toggery Five". Si usted tiene interesante informacion de la historia musical Paul Young, o ha estado implicado en la carrera musical de Paul Young y desea compartir su historia, por favor email Jason.